Clara Colette Miramon

ABOUT THE BRAND

Clara Colette Miramon gründete ihr gleichnamiges Label 2021 in Berlin mit dem Ziel, Frauen zu stärken, indem sie ihr Körperbewusstsein und Selbstvertrauen verbessern. Inspiriert von Kindheitserinnerungen, Coming-of-Age-Geschichten und Subkulturen, verbindet sie traditionelle Techniken, historische Schnitte und Materialien mit zeitgenössischer Popkultur. Sie hat sich auf Korsetts spezialisiert, die oft aus unkonventionellen Materialien wie Denim hergestellt werden. Zu ihren figurbetonten Entwürfen gehören Leggings, Miniröcke und Kleider mit strategischen Ausschnitten.

ABOUT THE COLLECTION

„Vanity“ ist inspiriert von Schönheitsritualen und dem privaten Theater des Sich-Fertig-Machens. Von der Lingerie-Kultur der frühen 2000er Jahre. Von der Weichheit und Spannung des Mädchenseins auf dem Weg zur erwachsenen Sexualität. Von jenem schwebenden Moment vor dem Ausgehen, wenn die Zeit langsamer wird, Musik spielt und der Spiegel zum Publikum für einen allein wird.

Verspieltheit, Unsicherheit, Selbstvertrauen und Verletzlichkeit koexistieren in diesem Moment. Die Kollektion reflektiert eine Vorstellung von Sexyness, wie man sie sich früh ausgemalt hat. Eine jugendliche Vision davon, was es bedeutet, erwachsen, begehrenswert und mächtig zu sein – neu betrachtet aus einer erwachsenen Perspektive. Sie existiert zwischen Projektion und Realität, Erinnerung und Verkörperung.

Persönlich markiert diese Kollektion einen Wandel für mich. Eine Erkundung neuer Farben und eine Bewegung hin zu einer leichteren, spielerischeren Seite von Clara Colette Miramon, in der Sanftheit, Humor und Verführung nebeneinander existieren. Die Kollektion erforscht die Sprache von Unterwäsche, Nachtwäsche und Ausgehkleidern sowie den Akt des An- und Ausziehens selbst. Röcke erscheinen, als wären sie heruntergerutscht, und drapieren sich so, dass die darunter liegenden Schichten freigelegt werden. Unterröcke werden sichtbar, absichtlich. Kleider und Bodysuits sind aus elastischen Taillenbändern konstruiert – vertraut und intim, transformiert in Struktur.

Prints beziehen sich auf kleine Blumenmotive, wie man sie auf Unterwäsche findet. Zwischen den Blumen erscheinen weibliche Silhouetten, die deren Unschuld unterbrechen und an frühe Vorstellungen von Weiblichkeit und Begehren erinnern. Ein weiterer Print zeigt eine von der Wand gerissene Tapete, die eine kahle Oberfläche darunter freilegt. Spuren von Schmutz und Abnutzung bleiben zurück – ein Kontrast zwischen jugendlicher Dekoration und Verfall.

Spitze spielt eine zentrale Rolle in der gesamten Kollektion. Sie erscheint als zarte Besätze an Bomberjacken, wie offen getragene Lingerie, und unter Cut-outs, enthüllend und verbergend. Sie wird zudem als lasergeschnittener Satin neu interpretiert – weich, grafisch und kontrolliert.

Im Kern ist die Kollektion die Illustration eines entscheidenden Augenblicks. Der Moment, in dem Kleidung ihre Magie erhält. Vor dem Spiegel stehen, Weiblichkeit und Sexualität für sich selbst performen. Identitäten anprobieren. Sie wieder ablegen.

Sie spricht von Schönheitsritualen als etwas Kraftvollem statt Oberflächlichem. Von Verletzlichkeit, davon, sich Unsicherheit, Zweifel und der Möglichkeit von Hässlichkeit zu stellen und sich trotzdem für den Schmuck zu entscheiden. Es geht um die stille Stärke der Selbstinszenierung und die Intimität des Werdens.

Alle Bilder sind im offiziellen Berlin Fashion Week MEDIA HUB zu finden.

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