Ritual Unions

ABOUT THE BRAND
Ritual Unions ist ein Berliner Couture-Label, das 2017 von Karin Brettmeister gegründet wurde. Die auf Maßanfertigungen spezialisierte Marke hat ihren Ursprung in der Brautmode und hat sich durch eindrucksvolle Kollektionen und ihr Engagement für hochwertige Schneiderkunst weiterentwickelt. Brettmeisters Arbeit verleiht ungehörten Stimmen und unausgesprochenen kollektiven Gefühlen Gestalt, indem sie Couture als Ausdrucksmittel und Provokation einsetzt. Das Label zeichnet sich durch die Verwendung starker Kontraste aus – Schwarz vs. Weiß, Starrheit vs. Fluidität –, die in Brautmodentraditionen verwurzelt sind, aber transformiert werden, um diese zu hinterfragen. Durch diese Spannung versucht Ritual Unions, veraltete Strukturen, die mit Unterdrückung und Diskriminierung verbunden sind, aufzubrechen. Durch die Neuinterpretation alter Codes stellt sich die Marke eine neue gesellschaftliche Rolle für Couture vor: Transformation, Befreiung und radikale Schönheit.
ABOUT THE COLLECTION
Diese Kollektion entspringt einem Moment des Erwachens. Nicht als Bruch, sondern als Neukalibrierung. Es ist eine Rückkehr zum Kern – zu allem, was Ritual Unions war, und zu allem, was es gerade wird. Vergangenheit und Gegenwart koexistieren hier, eher geschichtet als ersetzt. Was sich einst widersprüchlich anfühlte, offenbart sich nun als Kontinuität. Mit dem Abstand werden Muster sichtbar. Die Handschrift wird lesbar.
Im Herzen erforscht die Kollektion die Fluktuation: Identität als etwas Lebendiges, sich Veränderndes und Unabgeschlossenes. Stärke und Weichheit, Zurückhaltung und Blöße, Dunkelheit und Licht existieren nebeneinander. Diese Kontraste werden nicht aufgelöst – sie werden angenommen. Veränderung ist keine Bedrohung für die Authentizität; sie ist der Beweis für sie. Wiedergeburt spielt eine zentrale Rolle. Nicht als Neuerfindung um ihrer selbst willen, sondern als die Freiheit, vertraute Dinge neu zu sehen. Früheren Versionen des Selbst zu vergeben. Zu erkennen, dass Evolution die Geschichte nicht auslöscht – sie macht sie bedeutungsvoll.
Die Materialien wurden nach ihrer Fähigkeit ausgewählt, Spannung zu halten. Strukturierte Elemente treffen auf fließende, Zurückhaltung trifft auf Befreiung. Oberflächen tragen Erinnerung in sich. Der Körper wird nicht versteckt, sondern eingerahmt. Nichts ist ohne Absicht dekorativ. Alles existiert im Dialog mit der tragenden Person. Das Ritual war schon immer das Bindegewebe. Nicht Ritual als Tradition, sondern als Handlung – wiederholt, geteilt, mit Bedeutung aufgeladen. Ritual als ein Weg des Zusammenkommens. Um Momente zu markieren. Um dazuzugehören, ohne sich anzupassen.
Diese Arbeit ist für Menschen, die sich eher intuitiv als beständig kleiden. Für jene, denen Selbstakzeptanz wichtiger ist als Anerkennung. Für Individuen, die es sich erlauben, sich zu verändern, sich zu widersprechen, sich zu entwickeln – und dabei als Ganzes zu bestehen. Getragen wird sie von jenen, die verstehen, dass Selbstbewusstsein nicht laut sein muss und dass Fürsorge radikal sein kann.
Alle Bilder sind im offiziellen Berlin Fashion Week MEDIA HUB zu finden.




